Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

HNATOVIČ Lubomir

* 1957 in Brodske (SK)
lebt und arbeitet in Wien (AT)

  • Lubomir Hnatovic, Landschaft mit Figur, 2025, Öl auf Leinwand, 45 x 40 cm, Foto: Lubomir Hnatovic
    Lubomir Hnatovic, Landschaft mit Figur, 2025, Öl auf Leinwand, 45 x 40 cm, Foto: Lubomir Hnatovic
  • Lubomir Hnatovic, Landschaft, 2025, Öl auf Leinwand, 110 x 100 cm, Foto: Lubomir Hnatovic
    Lubomir Hnatovic, Landschaft, 2025, Öl auf Leinwand, 110 x 100 cm, Foto: Lubomir Hnatovic
  • Lubomir Hnatovic, Landschaft, 2025, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, Foto: Lubomir Hnatovic
    Lubomir Hnatovic, Landschaft, 2025, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, Foto: Lubomir Hnatovic

VER-DICHTUNGEN

Lubomir Hnatovič, Su Sigmund, Marlies Wagner
VER-DICHTUNGEN
Schloss Tentschach
24. Juli – 1. August 2026

In einer Zeit der Überforderung und des Lärms geht es bei dieser Ausstellung um das, was in Wahrheit zu sehen ist, um das, was darunter liegt, um das Innenliegende, um das, wo Stärke und Schwäche, Schwarz und Weiß, Farbe und Nichtfarbe, das Dazwischen sich ver-dichtet.

Das Leise darunter, jenseits der Oberfläche – das vermeintlich Schwache.

Wer innehält, entdeckt: Die Oberfläche ist nicht Täuschung – sie ist der Anfang – es ver-dichtet sich.

Eingebettet in die historischen Räume des Schlosses Tentschach, entfaltet sich eine Ausstellung, die den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart auf stille Weise erfahrbar macht. Die Arbeiten begegnen der Architektur nicht als Kontrast, sondern als Resonanzraum – sensibel gegenüber den Spuren der Zeit und der Atmosphäre des Ortes.

In diesem Kontext entstehen leise, dichte Bilderwelten und fragile Setzungen.

Die Arbeiten von Su Sigmund, Marlies Wagner und Lubomir Hnatovič eröffnen unterschiedliche Zugänge zu diesem Spannungsfeld. Ihre Werke bewegen sich zwischen Reduktion und Intensität, zwischen persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Reflexion.

Die Werke vermeiden eindeutige und zu konkrete Zuschreibungen und öffnen stattdessen Räume in der Tiefe, Räume der Wahrnehmung, Bilderwelten, die den Betrachter tragen, die dicht und durchlässig zugleich sind.

Die Ausstellung lädt dazu ein, Zwischentöne wahrzunehmen, Unsicherheiten auszuhalten und dem Leisen Bedeutung zu geben. Denn vielleicht beginnt Veränderung genau dort – unspektakulär, langsam und dennoch unumkehrbar.

Vernissage: Freitag, 24. Juli 2026, 19 Uhr
Einführende Worte zur Ausstellung: Magdalena Koschat, BA
Musikalische Begleitung: Saxophonist Mag. Hannes Kwarza

Freitag, 30.07.2026, 18 Uhr
Lesung von Dr. Bianca Kos, Kunsthistorikerin

Finissage: Samstag, 1. August 2026, 15-19 Uhr

Termine

Artist Statement

Im Zentrum des künstlerischen Werks von Lubomir Hnatovič stehen Landschaft und menschliche Existenz – jedoch nicht als Abbild
äußerer Erscheinung, sondern als
Projektionsflächen innerer Zustände. Während seine Landschaftsbilder Räume stiller Tiefe und atmosphärischer Entrückung eröffnen, verdichten sich in den figurativen Arbeiten Spannungen und seelische Zustände, die in den Landschaften gleichsam zur Ruhe kommen. Figur und Landschaft sind bei Hnatovič keine getrennten Bildwelten, sondern zwei Pole desselben Prinzips. Besondere Bedeutung kommt dabei der Farbe und dem Lichtspiel zu. Farbe beschreibt nicht – sie trägt.