Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

WEDENIG Elisabeth

* 1980 in St. Veit an der Glan (AT)
lebt und arbeitet in Kärnten und Wien (AT)

Elisabeth Wedenig, Sie fand meine Spiegelung im Gesicht des Flusses, 2025, Öl, Acryl und Farbstift auf Leinwand, 250 x 185 cm
Elisabeth Wedenig, Sie fand meine Spiegelung im Gesicht des Flusses, 2025, Öl, Acryl und Farbstift auf Leinwand, 250 x 185 cm

Termine

One More Look

One More Look
16. Oktober – 20. November 2026
Projektraum Triennale IV Kärnten 2026 des Kunstverein Kärnten

Die Ausstellung „One More Look“ führt ausgewählte künstlerische Positionen der Triennale IV Kärnten 2026 im temporären Projektraum des Kunstverein Kärnten zusammen. Ergänzt wird diese Auswahl durch neue künstlerische Beiträge, die im Projektraum erstmals als Teil der Triennale gezeigt werden. Der Ausstellungstitel lädt zum einen dazu ein, den Werken, die bereits im Rahmen der Triennale an verschiedenen Orten zu sehen waren, ein weiteres Mal und mit neuer Aufmerksamkeit zu begegnen. Zum anderen richtet „One More Look“ unter dem übergeordneten Triennale-Thema „schwach.šibko.debole“ den Blick auf das Subtile, Flüchtige und nicht unmittelbar Erfassbare – auf jene vielschichtigen Ebenen eines Kunstwerks, die sich dem ersten Blick entziehen und sich erst im Verweilen und beim näheren Hinsehen erschließen. Die Ausstellung umfasst verschiedene Medien wie Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur und Installation. In dieser Atmosphäre entsteht ein Ort des Wiedersehens, der die Möglichkeit bietet, Vertrautes neu wahrzunehmen und dem ersten Blick noch einen weiteren folgen zu lassen.

Die Eröffnung wird von einem musikalischen Beitrag des Akkordeonisten Stefan Kollmann begleitet. Er spielt erstmals öffentlich auf dem von Alexander Kopper neu entwickelten MIDI-Akkordeon „Anahata“, was auf Sanskrit „der ungeschlagene Klang“ bedeutet, und lotet in Improvisationen die neuen Möglichkeiten des Instruments aus.

Teilnehmende Künstler:innen:
Niclas Anatol, Christine Auer & Heinz Innerhofer, Herbert De Colle, Romana Egartner, Michael Fliri, Katya Frei, Lorenz Friedrich, Richard Kaplenig, Brigitte Kranz, Monika Kus-Picco, Helmut Machhammer, Sissa Micheli, Pepo Pichler, Karin Pliem, Thomas Riess, Vlado Stjepić, Gabriel Wartbichler, Elisabeth Wedenig, Gerd Winkler & Marko Zink

Kuratiert von Magdalena Koschat
Projektleiterin der Triennale IV Kärnten 2026

Eröffnung: Freitag, 16. Oktober 2026, 19.00 Uhr
Begrüßung: Igor Pucker, Präsident
Zur Ausstellung: Magdalena Koschat, Kuratorin
Musikalischer Beitrag: Stefan Kollmann (MIDI-Akkordeon)

Finissage: 20. November 2026, 18.00 Uhr

Artist Statement

Elisabeth Wedenigs künstlerische Praxis ist von der Natur und der Beobachtung zyklischer Prozesse geprägt. Landschaften, Pflanzen und Tiere werden zu Ausgangspunkten für Fragen nach Identität und Transformation. In einem offenen Wechselspiel von Zeichnung und Malerei verbindet Wedenig Figuration und Abstraktion, Linie und Fläche, reale und imaginäre Räume. Spuren des Arbeitsprozesses, freie Stellen und fragmentarische Bildebenen bleiben präsent.

„Sie fand meine Spiegelung im Gesicht des Flusses“ zeigt Tier, Pflanze und Mensch sind gleichwertige Bestandteile des Bildes, das Selbstporträt erscheint mehrfach und bleibt dennoch fragmentarisch. Es sind die Bruchstücke der Selbstwahrnehmung, die nicht als Ganzes erfasst werden können. Die Schildkröte steht für zentrale Eigenschaften der Malerei: Langsamkeit, Ruhe, Rückzug und Beständigkeit. Die Flusslandschaft, der Fluss, wird zur Ebene der Spiegelung und der Veränderung. Landschaft wird hier nicht als statischer Raum verstanden, sondern als lebendiger, sich fortwährend wandelnder Zustand.

– Elisabeth Wedenig