Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

KASTIUNIG Werner

* 1949 in Villach (AT)
lebt und arbeitet in Villach-Landskron (AT)





  • Werner Kastiunig, Metamorphosen Schmetterlinge
    Werner Kastiunig, Metamorphosen Schmetterlinge
  • Werner Kastiunig, Pusteblume, 2026
    Werner Kastiunig, Pusteblume, 2026
  • Künstler*innen der Ausstellung „Pusteblume“, Vernissage, 2026
    Künstler*innen der Ausstellung „Pusteblume“, Vernissage, 2026

Termine

Projekte

Artist Statement

Werner Kastiunig, „Schmetterlingsbaum“, 2026

Schmetterlinge berühren uns Menschen emotional, weil sie so schön und gleichzeitig so schwach und zerbrechlich erscheinen – diese Mischung aus Schönheit trifft uns ziemlich direkt.

Aus diesen Gedanken der emotionalen Verbundenheit, entstand die Skulptur „Schmetterlingsbaum“. Der Baum steht dabei sinnbildlich für das Leben selbst. An seinen Astenden befinden sich Glaskugeln, in ihrer schillernden Buntheit Schmetterlinge symbolisierend. Jede Kugel wirkt leicht und schwebend, beinahe verletzlich – wie Gefühle, Erinnerungen oder Beziehungen, die sich verändern, wachsen oder auch zerbrechen können.

Der Schmetterling symbolisiert Wandel, Hoffnung und die ständige Veränderung des Lebens. Das Glas fängt Licht und Spiegelungen ein und macht sichtbar, wie fein und zugleich kostbar emotionale Bindungen sind. So verbindet die Skulptur Stärke, Schwäche  und Zerbrechlichkeit in einem einzigen Bild: den festen Baum und die empfindlichen Schmetterlinge aus Glas.

 

Werner Kastiunig, „Pusteblume“, 2026

Die nachgebaute Pusteblume orientiert sich an ihrem natürlichen Vorbild und übernimmt – wie der Löwenzahn – ihre Energie von der Sonne. Ein kleines Photovoltaik-Modul versorgt einen Ventilator mit Strom. Der erzeugte Luftstrom wirbelt die künstlichen Samen in einem Glaskolben auf und lässt sie scheinbar schwerelos schweben.

Die Skulptur wird jedoch erst durch den Betrachter zum Leben erweckt. Durch das Anblasen einer kleinen Scheibe mit dem Bild einer Pusteblume wird ein Schalter aktiviert. Erst dann beginnt der Ventilator zu arbeiten und die Samen steigen im Glaskolben auf.

So entsteht ein Zusammenspiel aus Sonnenenergie, Technik und menschlichem Atem. Die Installation macht sichtbar, wie die Natur mit einfachsten Mitteln faszinierende Prozesse hervorbringt – und wie der Mensch versucht, diese nachzuempfinden, ohne ihre Vollkommenheit erreichen zu können.