Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

Ausschreibung Triennale

schwach.šibko.debole

In einer herausfordernden Zeit, die das Laute an die Oberfläche spült und Härte sich oft

als glorifiziertes Starksein ausgibt, laden wir dazu ein, dem Leisen unser Gehör zu

schenken. Setzen wir die Schwäche als ästhetische, philosophische und politische Kraft

in Szene: nicht als Defizit, Makel oder Versagen, sondern als gesellschaftlichen Impuls –

für Sensibilität, Mut und das Wahrnehmen eigener und kollektiver Verletzlichkeit. Für

das Zarte, Zerbrechliche oder den Moment, in dem noch nichts entschieden ist und sich

alles im Entwicklungsprozess bewegt.

schwach.šibko.debole kann auch ein Flimmern sein, ein Riss, ein Schwanken – und

zugleich eine Einladung, langsamer zu werden, näher hinzuschauen, einander zu sehen.

Vielleicht liegt gerade in dieser Offenheit die Möglichkeit, sich selbst und anderen neu

zu begegnen. Vielleicht kann ein brüchiger Rand zum Ausgangspunkt einer neuen Form

des Miteinanders werden. Womöglich liegt in diesem Erkennen sogar eine Form von

Widerstand: eine Entscheidung, nicht zu verhärten, sondern Beweglichkeit zu

bewahren. Die vierte Ausgabe der Triennale des Kunstverein Kärnten möchte solche

Perspektiven heben, im Alpe-Adria-Raum sichtbar machen und in allen Sparten der

Kunst erfahrbar werden lassen.

 

Barbara Ambrusch-Rapp,

Mitglied des künstlerischen Beirates

 

Aufruf und Anmelderichtlinien zum download