AMBRUSCH-RAPP Barbara
* 1972 in Klagenfurt am Wörthersee (AT)lebt und arbeitet in Velden am Wörthersee (AT)
Termine
-
04/07/2026 4:00 p.m. Vernissage „Strukturen, Texturen“ -
08/09/2026 7:00 p.m. Vernissage „Fragil“ -
03/10/2026 6:00 p.m. Vernissage „Strukturen, Texturen, empfindlich, verletzlich“
Projekte
Artist Statement
Barbara Ambrusch-Rapp, CRITTERS, 2026, Installation im Dinzlschloss Villach, Mixed-Media-Objekte, Drahtgitter, Folie, Klebeband, transparenter Nylonfaden, Größe variabel
Hautfarbene, hybride Wesen – teils organisch, teils maschinell – hängen isoliert und doch kollektiv im Raum. Inspiriert von Donna Haraways Konzept der Cyborgs und Critters verkörpern diese Objekte die Verflechtung von Leben und Technologie. Die Vision ihrer Existenz ist einerseits bedroht: Umhüllt von Drahtgeflecht und Schichten aus transparenter Baufolie, nur noch schemenhaft sichtbar, gefangen im nahezu unvergänglichen, umweltschädlichen Erbe des Menschen. Die plastifizierte Hülle darf andererseits aber auch als Kokon gesehen werden, als Geburtsstätte einer vorerst utopischen Existenz, die wir jetzt noch nicht kennen, die im Verborgenen bereits an einer neuen Symbiose webt.
Barbara Ambrusch Rapp, Was bleibt, 2026
Ortsspezifische Installation, drei leere Holzrahmen an verschiedenen Wänden, Galerie Muh, je 32 × 27 cm
Diese Rahmen fassen keine Bilder, sondern den Ort selbst. Sie lenken den Blick auf verschiedene Wandstrukturen des ehemaligen Kuhstalls, die von Arbeit, Zeit und Veränderung erzählen. Der Hintergrund wird zum Vordergrund und macht zugleich die Verletzlichkeit historischer Bausubstanz sichtbar. Vieles verschwindet, bevor seine Geschichte weitererzählt werden kann, doch dieser Stall trotzt dem Verfall. Die Spuren an seinen Wänden sind nicht Zeichen des Endes, sondern des Weiterlebens. Was bleibt, ist mehr als Materie: Es ist Erinnerung, die sich in den Ort eingeschrieben hat und in seiner neuen Funktion als Raum für zeitkritische Kunst fortschreibt.