Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

Brigitte Kranz

* 1961 in Knittelfeld (AT)
lebt und arbeitet in Klagenfurt am Wörthersee (AT)


11 Positionen

Ein Beitrag zur Triennale IVKärnten „schwach.sibko.debole“

In einer herausfordernden Zeit, die das Laute an die Oberfläche spült und Härte sich oft als glorifiziertes Starksein ausgibt, haben wir dazu Künstler*innen eingeladen, dem Leisen unser Gehör zu schenken.

Setzen wir die Schwäche als ästhetische, philosophische und politische Kraft in Szene: nicht als Defizit, Makel oder Versagen, sondern als gesellschaftlichen Impuls für Sensibilität, Mut und das Wahrnehmen eigener und kollektiver Verletzlichkeit. Für das Zarte, Zerbrechliche oder den Moment, in dem noch nichts entschieden ist und sich alles im Entwicklungsprozess bewegt.

Teilnehmende Künstler:innen:
Marjeta Angerer-Guggenberger, Eva Asaad, Peter Bauer, Johannes Farys, Christine Huss, Brigitte Kranz, Wolfgang Kropfitsch, Marlies Liekfeld-Rapetti, Melitta Moschik, Adi Schmölzer, Gertrud Weiss-Richter

Artist Statement

BERÜHRUNGSZONE

Zwischen Schwäche und Stärke verläuft keine klare Grenze. Es gibt Berührungspunkte, Übergänge und Gleichzeitigkeit. Stärke kann brüchig sein, Schwäche entschlossen – ein Spannungsfeld. An diesem Punkt setzt meine Malerei inhaltlich an: nicht im Behaupten von Stärke, sondern im Sichtbarmachen, im Offenlegen von Verletzbarkeit. Meine Arbeiten sind keine Abbilder; sie sind innere Landschaften, geformt von Erinnerungen und Emotionen. Verletzbarkeit ist dabei kein Mangel, sondern der Ursprung ihrer eigentlichen Kraft.