Johannes Farys
* 1981 in Homburg/Saar (DE)lebt und arbeitet in Klagenfurt am Wörthersee (AT)
11 Positionen
Ein Beitrag zur Triennale IVKärnten „schwach.sibko.debole“
In einer herausfordernden Zeit, die das Laute an die Oberfläche spült und Härte sich oft als glorifiziertes Starksein ausgibt, haben wir dazu Künstler*innen eingeladen, dem Leisen unser Gehör zu schenken.
Setzen wir die Schwäche als ästhetische, philosophische und politische Kraft in Szene: nicht als Defizit, Makel oder Versagen, sondern als gesellschaftlichen Impuls für Sensibilität, Mut und das Wahrnehmen eigener und kollektiver Verletzlichkeit. Für das Zarte, Zerbrechliche oder den Moment, in dem noch nichts entschieden ist und sich alles im Entwicklungsprozess bewegt.
Teilnehmende Künstler:innen:
Marjeta Angerer-Guggenberger, Eva Asaad, Peter Bauer, Johannes Farys, Christine Huss, Brigitte Kranz, Wolfgang Kropfitsch, Marlies Liekfeld-Rapetti, Melitta Moschik, Adi Schmölzer, Gertrud Weiss-Richter
Artist Statement
Inhaltlich thematisieren meine Arbeiten das Alleinsein und die Vereinzelung als Zustände von Schwäche. SOLO steht dabei für schutzlose Verletzlichkeit, Isolation und zugleich für die radikale Stärke der Eigenständigkeit. MONO erweitert diese Perspektive um die Dimension der Singularität, den Fokus auf das Einzelne und die Idee einer unteilbaren Existenz.
Die Arbeiten setzen sich mit dem Triennale-Thema „schwach.šibko.debole“ auseinander und übersetzen es in ein grafisches Konzept. Im Zentrum steht die Frage, ob Schwäche als Mangel verstanden wird oder ob gerade in der Erfahrung von Einsamkeit und Zerbrechlichkeit eine besondere Form von Präsenz und Stärke entstehen kann.
Die Begriffe SOLO und MONO wurden bewusst gewählt, denn sie funktionieren sprachübergreifend im Deutschen, Slowenischen, Italienischen und Englischen. Dadurch verbinden sie die Arbeiten nicht nur visuell, sondern auch konzeptionell und sprachlich über kulturelle und geografische Grenzen hinweg.