Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

KUS-PICCO Monika

* 1973 in Wien (AT)
lebt und arbeitet in Wien, Niederösterreich und Rio de Janeiro

Monika Kus-Picco, Healing Herbs of Uruguay, 2026, Naturmedizinische Produkte aus Uruguay auf Leinwand, 145 x 105 cm
Monika Kus-Picco, Healing Herbs of Uruguay, 2026, Naturmedizinische Produkte aus Uruguay auf Leinwand, 145 x 105 cm

Termine

One More Look

ONE MORE LOOK
16. Oktober – 20. November 2026
Projektraum Triennale IV Kärnten 2026 des Kunstverein Kärnten

Die Ausstellung „One More Look“ führt ausgewählte künstlerische Positionen der Triennale IV Kärnten 2026 im temporären Projektraum des Kunstverein Kärnten zusammen. Ergänzt wird diese Auswahl durch neue künstlerische Beiträge, die im Projektraum erstmals als Teil der Triennale gezeigt werden. Der Ausstellungstitel lädt zum einen dazu ein, den Werken, die bereits im Rahmen der Triennale an verschiedenen Orten zu sehen waren, ein weiteres Mal und mit neuer Aufmerksamkeit zu begegnen. Zum anderen richtet „One More Look“ unter dem übergeordneten Triennale-Thema „schwach.šibko.debole“ den Blick auf das Subtile, Flüchtige und nicht unmittelbar Erfassbare – auf jene vielschichtigen Ebenen eines Kunstwerks, die sich dem ersten Blick entziehen und sich erst im Verweilen und beim näheren Hinsehen erschließen. Die Ausstellung umfasst verschiedene Medien wie Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur und Installation. In dieser Atmosphäre entsteht ein Ort des Wiedersehens, der die Möglichkeit bietet, Vertrautes neu wahrzunehmen und dem ersten Blick noch einen weiteren folgen zu lassen.

Die Eröffnung wird von einem musikalischen Beitrag des Akkordeonisten Stefan Kollmann begleitet. Er spielt erstmals öffentlich auf dem von Alexander Kopper entwickelten MIDI-Akkordeon „Anahata“, was auf Sanskrit „der ungeschlagene Klang“ bedeutet, und lotet in Improvisationen die neuen Möglichkeiten des Instruments aus.

Teilnehmende Künstler:innen:
Niclas Anatol, Christine Auer & Heinz Innerhofer, Herbert De Colle, Romana Egartner, Michael Fliri, Katya Frei, Lorenz Friedrich, Richard Kaplenig, Brigitte Kranz, Monika Kus-Picco, Helmut Machhammer, Sissa Micheli, Pepo Pichler, Karin Pliem, Thomas Riess, Vlado Stjepić, Gabriel Wartbichler, Elisabeth Wedenig, Gerd Winkler & Marko Zink

Kuratiert von Magdalena Koschat
Projektleiterin der Triennale IV Kärnten 2026

Eröffnung: Freitag, 16. Oktober 2026, 19.00 Uhr
Begrüßung: Igor Pucker, Präsident
Zur Ausstellung: Magdalena Koschat, Kuratorin
Musikalischer Beitrag: Stefan Kollmann (MIDI-Akkordeon)

Finissage: 20. November 2026, 18.00 Uhr

Artist Statement

Geleitet von einem aktionistischen Zugang, entfaltete sich Monika Kus-Piccos Werk an der traumatischen Erfahrung, die der wachsende Gedächtnisverlust ihrer Mutter bedeutete. Ausgelöst durch eine Fehlmedikation verblassten zunehmend deren Erinnerungen und damit die Wurzeln der Familie, die im 19. Jh. aus Europa nach Südamerika eingewandert war. Monika Kus-Picco begann mit der Zerstörung der unheilvollen Medikamente und nutzte sie als Farbmaterial, das sie auf so originelle wie experimentelle Weise auf Leinwand und andere Oberflächen aufbrachte. Das aus diesem Impuls hervorgegangene, in verschiedene mediale Richtungen (Fotografie, Skulptur, Malerei, Poetik) weiterentwickelte und zum Teil sehr großformatige Werk bewegt sich kritisch am Schnittpunkt von Kunst, Medizin, Pharmaindustrie und Migration. In letzter Zeit beschäftigt sie sich mit indigener Medizin in verschiedenen kulturellen und ökologischen Räumen.

Textauszug: Heidrun Rosenberg