Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

LENOBLE Marie

* 1981 Fécamp (FR)
lebt und arbeitet am Ossiacher Tauern in Kärnten (AT)
  • Marie Lenoble, EWIG&ICH (Detail), 2026, temporäre, interaktive Installation im Bauprozess einer Sonderbestattungsanlage, Ossiach
    Marie Lenoble, EWIG&ICH (Detail), 2026, temporäre, interaktive Installation im Bauprozess einer Sonderbestattungsanlage, Ossiach
  • Marie Lenoble, EWIG&ICH, 2026, temporäre, interaktive Installation im Bauprozess einer Sonderbestattungsanlage, Ossiach
    Marie Lenoble, EWIG&ICH, 2026, temporäre, interaktive Installation im Bauprozess einer Sonderbestattungsanlage, Ossiach
  • Marie Lenoble, EWIG&ICH, 2026, temporäre, interaktive Installation im Bauprozess einer Sonderbestattungsanlage, Ossiach
    Marie Lenoble, EWIG&ICH, 2026, temporäre, interaktive Installation im Bauprozess einer Sonderbestattungsanlage, Ossiach

Termine

Marie Lenoble: EWIG&ICH

Marie Lenoble
EWIG&ICH
31. Oktober 2026, 15.00 – 21.00 Uhr
Sonderbestattungsanlage Lenoble, Ossiach

„Ich habe mir mein Grab geschaufelt.“
„Wir haben uns unser Grab geschaufelt.“

9 Tonnen · 7 Tage · Für die Ewigkeit – Teil 1

Die Geschwister Lenoble bauen gemeinsam ihr Familiengrab. Eine Architektur ohne Architekt:innen – und gleich für die Ewigkeit.

Zum Abschluss der ersten Bauphase lädt Marie Lenoble dazu ein, in diesen intensiven Prozess einzutauchen: neun Tonnen Material, widersprüchliche Expertisen und Ratschläge von außen. Im Inneren die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod, den familiären Bindungen und der Vorstellung von Ewigkeit.

In ihrer interaktiven In-situ-Installation „EWIG&ICH“ eröffnen rahmenlose Spiegel neue Perspektiven auf den Ort, die herbstliche Landschaft und die eigene Person. Die Besucher:innen sind eingeladen, eigene Blickwinkel und Interpretationen einzubringen und dabei auch der Frage nach dem eigenen Leben und der eigenen Sterblichkeit zu begegnen.

Artist Statement

Mich interessiert, wie konkrete Aufgaben zu existenziellen Fragen führen. Nach dem Tod meines Vaters entstand die Möglichkeit, auf dem Hof, auf dem er 45 Jahre gelebt hatte, eine Sonderbestattungsanlage zu errichten. Aus diesem Vorhaben entwickelte sich eine Auseinandersetzung mit Selbstbestimmung, Zugehörigkeit und der Ewigkeit.

Einen Ort für die Ewigkeit zu schaffen, steht im Widerspruch zur Vergänglichkeit des Lebens. Im konkreten Bauprozess und in meiner ortsbezogenen, interaktiven Installation beschäftige ich mich mit diesen Spannungen. Ich möchte keine Antworten vorgeben, sondern Räume öffnen, in denen unterschiedliche Perspektiven und eigene Fragen entstehen können.