Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

Marlies Liekfeld-Rapetti

* 1939 in Königsberg/Preußen
lebt und arbeitet in Klagenfurt am Wörthersee (AT)

Marlies Liekfeld-Rapetti, Bandagen, 2025/26, Installation
Marlies Liekfeld-Rapetti, Bandagen, 2025/26, Installation

11 Positionen

Ein Beitrag zur Triennale IVKärnten „schwach.sibko.debole“

In einer herausfordernden Zeit, die das Laute an die Oberfläche spült und Härte sich oft als glorifiziertes Starksein ausgibt, haben wir dazu Künstler*innen eingeladen, dem Leisen unser Gehör zu schenken.

Setzen wir die Schwäche als ästhetische, philosophische und politische Kraft in Szene: nicht als Defizit, Makel oder Versagen, sondern als gesellschaftlichen Impuls für Sensibilität, Mut und das Wahrnehmen eigener und kollektiver Verletzlichkeit. Für das Zarte, Zerbrechliche oder den Moment, in dem noch nichts entschieden ist und sich alles im Entwicklungsprozess bewegt.

Teilnehmende Künstler:innen:
Marjeta Angerer-Guggenberger, Eva Asaad, Peter Bauer, Johannes Farys, Christine Huss, Brigitte Kranz, Wolfgang Kropfitsch, Marlies Liekfeld-Rapetti, Melitta Moschik, Adi Schmölzer, Gertrud Weiss-Richter

Artist Statement

BANDAGEN, 2025/26
Installation, Fotodruck auf Aluplatte, 100 x 70 cm; eingefärbtes Tuch und Knäuel

Die fotografische Ansicht rotfarbiger Stofffaltungen erzählt eine Geschichte und stellt Fragen: Gab es ein Unglück mit Verletzungen? Handelt es sich um getränktes Verbandsmaterial, das gleichzeitig auf Heilung verweist? Tücher, die Wunden bedecken und schützen, werden zur bildhaften Metapher für Versehrtheit.

Text: Marlies Liekfeld-Rapetti