Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

Peter O. M. Bauer

* 1968 in Leoben (AT)
lebt und arbeitet in Wolfsberg (AT)



Peter Bauer, Die Dortigen, 2026, Analoge Lochblendenfotografie auf Fotoboard, 90 x 60 cm, Foto: Peter Bauer
Peter Bauer, Die Dortigen, 2026, Analoge Lochblendenfotografie auf Fotoboard, 90 x 60 cm, Foto: Peter Bauer

11 Positionen

Ein Beitrag zur Triennale IVKärnten „schwach.sibko.debole“

In einer herausfordernden Zeit, die das Laute an die Oberfläche spült und Härte sich oft als glorifiziertes Starksein ausgibt, haben wir dazu Künstler*innen eingeladen, dem Leisen unser Gehör zu schenken.

Setzen wir die Schwäche als ästhetische, philosophische und politische Kraft in Szene: nicht als Defizit, Makel oder Versagen, sondern als gesellschaftlichen Impuls für Sensibilität, Mut und das Wahrnehmen eigener und kollektiver Verletzlichkeit. Für das Zarte, Zerbrechliche oder den Moment, in dem noch nichts entschieden ist und sich alles im Entwicklungsprozess bewegt.

Teilnehmende Künstler:innen:
Marjeta Angerer-Guggenberger, Eva Asaad, Peter Bauer, Johannes Farys, Christine Huss, Brigitte Kranz, Wolfgang Kropfitsch, Marlies Liekfeld-Rapetti, Melitta Moschik, Adi Schmölzer, Gertrud Weiss-Richter

Artist Statement

„Dort“ ist das Universum der Achtsamkeit. Es ist die Summe minimaler Regungen: ein flackerndes Licht, das erst im Schattenraum seine volle Strahlkraft entfaltet; ein Hauch von Duft, der sich zur olfaktorischen Architektur schichtet; ein kaum hörbares Knistern, das im Kopf zur Sinfonie anschwillt. In der Welt der „Dortigen“ verschmelzen die Fragmente.

Hier offenbart sich die Alchemie des Subtilen: Wenn das Schwächste interagiert, entsteht eine unbezwingbare Resonanz. Wer daran vorbeisieht, sucht nach Stärke, wird aber nur Leere finden. Denn die wahre Schwäche liegt im Wegsehen.