Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

SEYER Michael

* 1967 in Graz (AT)
lebt und arbeitet in Klagenfurt am Wörthersee (AT)

  • Michael Seyer, Der Brand, 2026, Fine Art Print auf Hahnemühle Baryta, Unikat, 70 × 50 cm, © Michael Seyer
    Michael Seyer, Der Brand, 2026, Fine Art Print auf Hahnemühle Baryta, Unikat, 70 × 50 cm, © Michael Seyer
  • Michael Seyer, Die Flucht, 2026, Schwarzweißhandabzug auf Hahnemühle Baryta, Unikat, 70 × 70 cm, © Michael Seyer
    Michael Seyer, Die Flucht, 2026, Schwarzweißhandabzug auf Hahnemühle Baryta, Unikat, 70 × 70 cm, © Michael Seyer
  • Michael Seyer, Die Ankunft, 2026, Schwarzweißhandabzug auf Hahnemühle Baryta, Unikat, 47 x 47 cm, © Michael Seyer
    Michael Seyer, Die Ankunft, 2026, Schwarzweißhandabzug auf Hahnemühle Baryta, Unikat, 47 × 47 cm, © Michael Seyer

Termine

schmaler Grat

schmaler Grat
27. August – 26. September 2026
Künstlerhaus Klagenfurt

Die Verbindung zwischen dem Triennale-Thema „schwach.šibko.debole“ und dem Titel der Ausstellung „schmaler Grat“ liegt in der Idee der Verletzlichkeit: Wer auf schmalem Grat balanciert, ist anfällig für Störungen – ist „schwach“ gegenüber äußeren Einflüssen. Doch gerade dieser Zustand offenbart eine besondere Qualität des Seins. Wir sind verwurzelt im Hier und Jetzt – und schwebend zugleich. Kunst kann hier ein Zwischenland sein, die Fühler ausstrecken in eine andere Wirklichkeit. Wie ein schwacher Schimmer, der durch die Membran dringt, welche die Welten zu trennen scheint. Auch im künstlerischen Schaffen selbst ist diese Grenzerfahrung allgegenwärtig: in der intuitiven Entscheidung, ob eine Arbeit bereits vollendet ist oder im Eingeständnis des Unzulänglichen besser verworfen wird.

Teilnehmende Künstler*innen aus dem Kunstverein Kärnten:

Niclas Anatol, Michael Bachhofer, Margaretha M. Bauer, Isabel Belherdis, Kerstin Bennier, Frauke Danzer, Herbert De Colle, Romana Egartner, Sigrid Friedmann, Wolfgang Grossl, Christine Huss, JACOPYI,  Gabriela Jost, Ulrich Kaufmann, Karin Klimbacher, Brigitte Kranz, Marlies Liekfeld-Rapetti, Ina Loitzl, Ilse Menschick-Hartlieb, Melitta Moschik, Astrid Pazelt, Ina Riegler, Max Seibald, Michael Seyer, Petra Tragauer, Petra Treffner, Inge Vavra, Gertrud Weiss-Richter

Kurator*innen: Rosa Roedelius, Helmut Machhammer, Barbara Ambrusch-Rapp

Vernissage: Donnerstag, 27. August 2026, 19.00 Uhr

Artist Statement

Durch die gezeigte Fotoinstallation im Künstlerhaus Klagenfurt zu gehen, bedeutet, das Meer als verbindendes Element zwischen unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Interessen zu erleben.

Die Schwarzweißfotografie „Die Flucht“ ist für den Künstler ein Ausdruck von Veränderung, aber auch der Bereitschaft, diese Veränderung durch Entwicklung annehmen zu wollen. Die spiralförmig angelegte Konzeption des Bildes scheint offen zu lassen, ob die Personen ins Meer wandern oder aus dem Meer kommen. Wie ein metaphorisches Schachspiel fasziniert das Motiv mit Perspektive, Nähe und Distanz sowie einem Horizont, der ins Nichts zu laufen scheint.

Die Farbfotografie „Der Brand“ reflektiert die – im wahrsten Sinne des Wortes – aufgeheizten Themen Erderwärmung und Klimakrise. Die überbordende Nutzbarmachung von Wasser und Wäldern hat offensichtlich zu einem Duell der Natur mit dem Menschen geführt, das der Mensch nicht gewinnen kann.

Das Schwarzweißporträt „Die Ankunft“ will ein schutzloses Ausgeliefertsein verdeutlichen. Das inszenierte Porträt eines afrikanischen Mannes erzählt von Schmerz, Verzweiflung und Grenzüberschreitung, zeugt jedoch gleichsam von einer besonderen Sensibilität für Menschlichkeit, Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung.

– Michael Seyer