Susanne Huck
Körper sein und Körper haben
GRAFENSTEINER KREIS
„Körper sein und Körper haben“
Im Rahmen der Triennale IV des Kunstvereins Kärnten (Thema: schwach-sibko-debole) lädt der Grafensteiner Kreis zur Ausstellung in die Galerie Weidenhof ein, die den Körper mit all seinen vermeintlichen, ungeschminkten Makeln und seine Akzeptanz im Einzelnen und in der Gesellschaft thematisiert.
Wir sprechen oft davon, einen Körper zu haben – als wäre er ein Besitz, ein Werkzeug, das uns durch die Welt trägt. Gleichzeitig aber sind wir unser Körper. Wir fühlen, erinnern, lieben und leiden durch ihn. Jeder Atemzug, jede Bewegung und jede Berührung macht sichtbar: Körper und Selbst sind untrennbar miteinander verwoben.
Die Ausstellung lädt dazu ein, den Körper als Ausdruck unserer Identität und als Ort unserer Erfahrungen zu betrachten. Zwischen Wahrnehmung und Erinnerung, Verletzlichkeit und
Stärke öffnet sich ein Spannungsfeld: Wo endet das, was wir haben, und wo beginnt das, was wir sind? Es ist eine Einladung, den Menschen in seiner Ganzheit neu zu entdecken.
Text: Chimani/Falk-Koller
Artist Statement
Kunst ist für mich ein Prozess des Suchens und Entdeckens. Sie lebt von Fragen, nicht von fertigen Antworten. In meinen Arbeiten begegnen sich Stärke und Verletzlichkeit, Realität und Vorstellung, Nähe und Distanz. Mich interessiert das Spannungsfeld zwischen dem Sichtbaren und dem Verborgenen, zwischen dem, was wir zeigen, und dem, was wir hinter unseren Fassaden tragen. Wenn meine Werke dazu beitragen, einen Moment des Innehaltens zu schaffen, einen Gedanken anzustoßen oder einen vertrauten Blickwinkel zu verändern, dann haben sie ihr Ziel erreicht.