Triennale IV Kärnten 2026

Grenzüberschreitendes interdisziplinäres Kunstprojekt

Sissa Micheli – Fotografie, Video, Installationen

1/7 - 31/08/2026
Int. Gastatelier Maltator
Sissa Micheli, Mother of Pearl - Pleiadian, 2025, Archivfester Pigmentdruck auf Fine Art Baryta, 60 x 40 cm, © Sissa Micheli / Bildrecht, Wien 2026
Sissa Micheli, Mother of Pearl - Pleiadian, 2025, Archivfester Pigmentdruck auf Fine Art Baryta, 60 x 40 cm, © Sissa Micheli / Bildrecht, Wien 2026

Künstler*innen

MICHELI Sissa

Termine



Das Projekt

Sissa Micheli
Fotografie, Video, Installationen
1. Juli – 31. August 2026
Artist in Residence
Int. Gastatelier Maltator

Über ihre Arbeit

Im Zentrum von Sissa Michelis Fotografien, Videos und Installationen steht die Vergänglichkeit der menschlichen Existenz und der Blick auf ephemere Phänomene. Mit fliegenden Textilien, die meist Gesicht und Körper verhüllen, erschafft sie faszinierende temporäre Skulpturen, die in einem sinnlichen Spiel das Flüchtige und Vergängliche vergegenwärtigen. Ihre Fotoserie von Objektassemblagen – bestehend aus Alltagsgegenständen und musealen Objekten – bietet humorvolle Einblicke in einen surrealen Mikrokosmos, der einzig für den fotografischen Augenblick existiert. Eindrucksvoll und hochästhetisch lotet sie die Strukturen und Zwischenräume der Fotografie aus – stets im Spannungsfeld zwischen Realität und Fiktion.

Ihre jüngsten Arbeiten sind geprägt von Landschaftsontologie und einem kritischen Blick auf das heutige Wissenschaftsverständnis. Dabei beschäftigt sie sich mit Themen, die in direktem Zusammenhang mit den Herausforderungen unserer Zeit stehen. Micheli übersetzt ihre Beobachtungen der Realität in metaphorische Formen, um die Grenzen unseres funktionierenden Systems aufzuzeigen und eine kritische Analyse unserer Gesellschaft anzustoßen.

Motivation und Projektbeschreibung für den AiR-Aufenthalt in Gmünd

„Geplant ist eine fotografische Werkserie mit Menschen aus Gmünd, die als Modelle Teil der künstlerischen Arbeit werden. Die Porträts sollen sich in Form und Ausdruck an religiösen Ikonen und historischen Figuren orientieren – beispielsweise inspiriert von der sagenumwobenen Gestalt der Eva Faschaunerin, einer in Gmünd überlieferten Figur, die als Giftmischerin bekannt wurde. Solche Erzählungen bieten aus heutiger Perspektive spannende Anknüpfungspunkte, um Themen wie Projektion, Schuld, Weiblichkeit und kollektive Erinnerung künstlerisch zu verhandeln. Der Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Mythos und Realität, steht dabei im Zentrum meiner Arbeit.“ (Auszug aus Sissa Michelis Motivationsschreiben)

Projektbeschreibung für das gemeinsame Projekt von Sissa Micheli & Thomas Riess

Ziel des Aufenthalts ist die Umsetzung eines gemeinsamen, ortsspezifischen Videoprojekts, das sich bewusst mit der nicht urbanen Gegebenheit Gmünds auseinandersetzt. Im Mittelpunkt stehen die besondere natürliche Umgebung sowie die Elemente Feuer, Wasser und Rauch, die in einem poetisch-visuellen Zugang inszeniert und inhaltlich mit der Geschichte des Ortes verwoben werden sollen. Die Landschaft rund um Gmünd bietet hierfür einen idealen Ausgangspunkt – sowohl atmosphärisch als auch inhaltlich. Durch die Verbindung von Natur, Symbolik und regionaler Historie soll ein vielschichtiges Werk entstehen, das nicht nur visuell eindrucksvoll, sondern auch inhaltlich tiefgehend ist. Ein sensibler Umgang mit dem Ort, seiner Geschichte und seinen Bewohner:innen bildet dabei ein zentrales Anliegen des Projekts.

27. August 2026, 18 Uhr
Abschlusspräsentation Gastkünstler:innen Juli & August
Rundgang startet im Int. Gastatelier Maltator
Eintritt frei


Int. Gastatelier Maltator

Int. Gastatelier Maltator
Kirchgasse 52
9853 Gmünd in Kärnten

Tel.:+43 4732 44300
E-Mail:

Öffnungszeiten:
Mai bis Ende Oktober 2026
täglich 10.30–13.00 Uhr und 15.00–18.00 Uhr